Wohnbereich mit Gerontokonzept (für Menschen mit Demenz)

Demenz-Einleitung-1Menschen die an einer gerontopsychiatrischen Erkrankung (überwiegend Demenzen und Depressionen oder Kombinationen) leiden, haben – je nach dem Grad ihrer Demenz – unterschiedliche Defizite und Einschränkungen (z. B. Identitätsverlust, Anpassungsschwierigkeiten, Orientierungsstörungen, Wahrnehmungsstörungen, Gedächtnisstörung, Antriebslosigkeit). Durch diese Einschränkungen kann ihre Haltung gegenüber der Umwelt von Angst, Unsicherheit, Misstrauen und Abwehr geprägt sein.

Wir mussten in den letzten Jahren häufig feststellen, dass das Aufeinander-treffen von Menschen mit Demenz und rein somatisch erkrankten Menschen großes Konfliktpotential verbirgt. Das Unverständnis für den jeweils Anderen führt bei beiden zu anhaltenden Frustrationserlebnissen.

Wir haben daher –nach eingehenden Diskussionen- den integrativen Ansatz unserer Einrichtung überarbeitet und uns – für eine definierte Zielgruppe- für eine segregative (getrennte) Ausrichtung entschieden.

Nach unserer Überzeugung, ist die „Weglauftendenz“ keine automatische Konsequenz einer Demenzerkrankung sondern unter anderen eher Folge eines Gemisches aus: „zu wenig Aufmerksamkeit“, „zu wenig Wertschätzung“, „kein adäquates Betätigungsfeld“ und dies führt zum Ergebnis: „ich fühle mich hier nicht wohl und darum gehe ich“.

Im Umkehrschluss bedeutet dies für uns: wenn Menschen mit Demenz genügend Aufmerksamkeit und Wertschätzung bekommen und Möglichkeiten haben sich betätigen zu können, werden sie mit großer Wahrscheinlichkeit bleiben. Deshalb haben wir uns für einen offenen Gerontopsychiatrischen Bereich entschieden.

Weitere Informationen können Sie im Bereich Wohngruppenkonzept ersehen.